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Gut zu wissen

Sicherheit in Stellenbosch

Die Frage stellt sich vor jeder Südafrika-Reise. Die kurze Antwort: Mit ein paar Gewohnheiten reist es sich hier unaufgeregt.

Eine ehrliche Einordnung

Südafrika hat eine hohe Kriminalitätsrate, das bleibt der Rahmen. Stellenbosch selbst ist als wohlhabende Universitäts- und Tourismusstadt aber deutlich entspannter als die Metropolen. Tagsüber bewegst du dich im Zentrum, auf den Weingütern und auf den Märkten ohne besondere Vorkehrungen. Die meisten Zwischenfälle mit Reisenden sind Gelegenheitsdelikte, und genau die kannst du mit Routine weitgehend aushebeln.

Die Grundregeln

  • Geh nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein durch leere Straßen. Nimm für kurze Strecken ein Uber, das kostet wenig.
  • Trag Schmuck, Kamera und Handy nicht offen zur Schau. Das Handy gehört in die Tasche, nicht in die Gesäßtasche.
  • Lass im geparkten Auto nichts sichtbar liegen, auch keine Jacke und keine leere Tasche. Kofferraum oder mitnehmen.
  • Verriegel die Autotüren während der Fahrt und lass an roten Ampeln etwas Abstand zum Vordermann.
  • Heb Geld an Automaten in Banken oder Einkaufszentren ab. Bietet dir jemand ungefragt „Hilfe“ am Automaten an, brich ab und geh.
  • Führ eine Kopie deines Passes mit dir, das Original bleibt im Safe der Unterkunft.

Unterwegs mit dem Auto

Die Straßen der Weinregion sind gut ausgebaut und auch abends problemlos befahrbar. Plan Überlandfahrten trotzdem so, dass du bei Dunkelheit nicht mehr auf einsamen Abschnitten unterwegs bist, weniger wegen Kriminalität als wegen Fußgängern und Tieren auf der Fahrbahn. An Tankstellen wird für dich getankt, ein kleines Trinkgeld für den Tankwart ist üblich, ebenso für die Parkwächter in der Stadt.

Beim Wandern

Im Jonkershoek und auf anderen Routen gelten Bergregeln: früh starten, Wetterumschwung einplanen, Wasser und Sonnenschutz mitnehmen. Geh abgelegene Strecken mindestens zu zweit und trag dich an den Eingängen ins Register ein. Die Handyabdeckung in den Tälern ist lückenhaft.

Strom und Alltag

Geplante Stromabschaltungen, das sogenannte Load Shedding, gehören in Südafrika seit Jahren mal mehr, mal weniger zum Alltag. Hotels und Restaurants haben sich längst mit Generatoren und Solaranlagen eingerichtet, als Gast merkst du oft wenig davon. Eine Powerbank im Gepäck und die App „EskomSePush“ mit den Abschaltzeiten nehmen dem Thema den Rest des Schreckens. Leitungswasser kannst du in Stellenbosch übrigens bedenkenlos trinken.

Notrufnummern

Polizei: 10111 · Rettungsdienst: 10177 · Notruf vom Handy: 112. Zuständige deutsche Auslandsvertretung ist das Generalkonsulat in Kapstadt. Speichere die Nummern vor der Reise ein, dann suchst du im Fall der Fälle nicht.